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Neue Akteure im Sommer/Herbst 2019: zwei „familiengeführte“ Ghostwriter-Agenturen


Im Sommer 2019 machen zwei neue Agenturen auf sich aufmerksam, die mit geballter Internet-Werbung auf den Markt drängen: „Ghost-and-Write“ und „Schulz Ghostwriter“. Auf den ersten Blick sind sie kaum von anderen Agenturen zu unterscheiden. Allerdings zeigt ein zweiter Blick, dass sich hinter der einen Agentur Ulf Collasch und Tochter Judith verbergen, hinter der zweiten soll Familie Schulz stecken. Auffällig bei beiden: Sie investieren in erheblichem Umfang in die Kundenakquise. Laut unseren Schätzungen stecken die beiden Agenturen jeweils einen mittleren bis höheren vierstelligen Betrag in Google Ads, Facebook etc. – jeden Monat wohlgemerkt.



Ein wenig hat uns erstaunt, dass wir auf diesem Wege wieder Herrn Collasch über den Weg laufen. Wir wollten bereits im März 2019 über ihn berichten, aber er hatte mit juristischen Mitteln gedroht. Die Website von „Ghost-and-Write“ erweckt den Eindruck, als gebe es die Agentur bereits mehrere Jahre, doch faktisch ist sie erst vor ein paar Wochen in Erscheinung getreten (Stand 06.09.2019). Daher kann die Agentur in kurzer Zeit weder „4.800 erfolgreiche Projekte“ noch über 192.000 Seiten lektoriert haben. Collasch und seine Tochter waren zuvor einige Jahre bei „Acad Write“ für das Projektmanagement zuständig. Der Preise für eine 30seitige Bachelorarbeit bewegt sich mit 2.312 EUR, also rund 77 EUR/Seite, auf sehr hohem Niveau.



Von einem ganz anderen Kaliber ist die Agentur „Schulz Ghostwriter“. Die Website behauptet, dass es das Unternehmen bereits seit 2007 gebe, und dass man aus dem Herzen Berlins mit über 500 Autoren arbeite. Beide Angaben sind frei erfunden. Allein im August 2019 seien 5.374 Seiten bestellt worden. Ein durchschnittlicher Auftrag umfasst 35 bis 40 Seiten. Danach müsste das Unternehmen ein Auftragsvolumen von 134 bis 153 Arbeiten in einem Monat erzielt haben. Das sind absurde und unrealistische Zahlen. Die meisten Agenturen wären froh, sie würden ein solches Volumen in einem Jahr erzielen. Ein echtes Ärgernis: Diese Website besitzt kein Impressum – obwohl der Gesetzgeber das ausdrücklich vorschreibt. Die Website verrät außerdem, dass das Unternehmen seinen Firmensitz auf Zypern haben soll. So ist es denn wohl auch zu erklären, dass die Angebote keine ausgewiesene Mehrwertsteuer aufweisen. Skepsis ist auch bzgl. des „Manager-Teams“ angebracht. Wir konnten nicht verifizieren, ob es die dort angegebenen Personen gibt. Auch bei dieser Agentur sind die Preise gesalzen. Für eine 30seitige Bachelorarbeit verlangt die Agentur 2.328 EUR. Insgesamt wirkt dieses Angebot nicht seriös.

Uns kommen Beschwerden zu Ohren, wonach die Agentur nach einer Anfrage den Kunden weiteren Werbe-E-Mails sendet, und das obwohl hierzu keine Zustimmung erteilt wurde. Das Senden von E-Mails ohne Einwilligung stellt einen Verstoß gegen das Allgemeine Persönlichkeitsrecht dar. Das sollte jeder Anbieter wissen!






Lug und Trug - die Kundenbewertungen großer Agenturen!


Die großen Agenturen werben gerne mit ihren positiven Kundenrezensionen. Doch sind die alle echt? Die eindeutige Antwort: nein!

Ein Beispiel: Die Agentur acadoo schreibt vom 21.10.2018 bis zum 25.03.2019 die 117 Aufträge aus (Auftrag 464 bis 581).
Im gleichen Zeitraum entstehen auf einer bekannten Bewertungsplattform etwa doppelt so viele positive Bewertungen - keine einzige schlecht!

Außerdem: Die Kunden wünschen sich nichts Sehnlicheres, als dass nichts über eine Zusammenarbeit publik wird. Wer schreibt da noch eine Rezension?






Korrektur

Hr. Jonas Weber ist nicht der Chef vom ACAD, sondern für das SEO zuständig.